HonDa stellt die neue 450 Rally vor

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Re: HonDa stellt die neue 450 Rally vor

Beitragvon Ralf Kiefer » Montag 11. November 2013, 11:31

GG71 hat geschrieben:Im Prinzip wird so ein Teil bei jedem Rally-Mopped verbaut: Um die Strecke zu messen.

Als Tachosignal für den Tripmaster reicht ein Sensor an einem Rad. Ob Vorder- oder Hinterrad ist eigentlich egal, denn sie sind zur Wegstreckenmessung beide "hinreichend" ungenau.

GG71 hat geschrieben:Es gibt schon irgendwo "Offroad-ABS", ich meine zumindest mal davon gelesen zu haben.

BMW und KTM haben in ihren Fahrmoduseinstellungen der GS-Modelle einen "Offroad-Modus" drin. Der bedeutet zunächst, daß am Hinterrad gar nicht eingegriffen wird, so daß man z.B. problemlos mit stehendem Hinterrad in eine Kurve einlenken kann. Was genau die am Vorderrad machen, weiß ich nicht.

Es kann allerdings nicht so wie einem klassischen ABS detektiert werden, wo der Übergang von der Haftreibung zur Gleitreibung ist. Außerdem will man im Gegensatz zu festem Untergrund auf Schotter auch mit mehr als 50% Schlupf fahren bzw. bremsen, weil das Bremsen auf Schotter gar nicht anders geht.

Auffallend an beiden Honda-Sensorringen ist, daß sie sehr grob sind. Typische ABS-Sensoren arbeiten mit deutlich mehr Pulsen pro Radumdrehung.

Gruß, Ralf
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Re: HonDa stellt die neue 450 Rally vor

Beitragvon GG71 » Montag 11. November 2013, 13:11

Hi Ralf,

mal auf die schnelle aus der Versenkung gegoogelt:
http://www.baboons.de/news/technik/3172 ... ad-einsatz

BTW: Blockierst Du noch "Heisse Post"? Ich habe Dir geantwortet.
Ciao:
GG ;-)
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Re: HonDa stellt die neue 450 Rally vor

Beitragvon Ralf Kiefer » Montag 11. November 2013, 13:45

GG71 hat geschrieben:mal auf die schnelle aus der Versenkung gegoogelt:

Die deuten nur an, wie sie regeln. Und das ist IMHO eher eine Katastrophe, so daß der Fahrer mehr Rechenleistung braucht, um beim Bremsen zu kalkulieren, wie das ABS voraussichtlich eingreifen wird, um das zu berücksichtigen. Ich interpretiere die entscheidente Passage aus dem Text so: sie können (natürlich) nicht auf den Übergang von Haft- auf Gleitreibung reagieren, sondern sie lassen hohen Schlupf zu und bestimmen den Eingriff über die Abweichungen der Raddrehzahlen. Das ist der Grund, weswegen sie am Hinterrad einen Drehzahlsensor einbauen, den sie sonst nicht brauchen würden, wenn sie am Hinterrad sowieso nicht eingreifen können und wollen.

Nur genau das kann nicht funktionieren, wenn man hinten ebenfalls bremst, egal ob blockierend oder mit viel Schlupf, oder ob das Hinterrad gerade in der Luft ist, was bei welligen Bremszonen als normaler Betriebszustand bewertet werden muß.

Mit ein paar Sensoren mehr, wie im MSC der neuen 1190GS, gibt's für den Regelalgorithmus ein paar vage Hinweise mehr. Nur reichen die immer noch nicht für eine zuverlässige Funktion [1]. Denn bei einem vorhandenen ABS gibt es 2 problematische Betriebszustände: es wird geregelt (Bremsleistung reduziert), obwohl der Untergrund mehr verkraften würde, und es wird nicht geregelt, obwohl das Vorderrad bereits in einem instabilen Zustand ist. Beide Zustände können weiterhin nicht erkannt werden.

BTW das Husqvarna-BMW-ABS vor zwei Jahren konnte noch nicht über die Sensoren verfügen, die im aktuellen MSC von Bosch/KTM drin sind. Die wurden angeblich erst jetzt serientauglich bzw. von Bosch zur Serienreife gebracht.

GG71 hat geschrieben:BTW: Blockierst Du noch "Heisse Post"? Ich habe Dir geantwortet.

Natürlich steht HeißePost auf der Blacklist, und genau eine HeißePost-Adresse ist ausgenommen. Deine Mail von Freitag Mittag kam an, aber keine weitere.

Gruß, Ralf

[1] Bosch/KTM haben angeblich bei der Vorstellung vom MSC genau darauf hingewiesen, daß ihr Kurven-ABS kein solches sei, sondern nur eines, das in Schräglage bei konstanten und guten Rahmenbedingungen besser funktionieren würde als alles andere bisher auf dem Markt befindliche. In der Zdjlakk von Ende Oktober wurde das genau so wiedergegeben, in vielen anderen Veröffentlichungen nicht. Auch nicht in den Werbeblättchen von KTM! Konkret: das neue Bosch-KTM-ABS hat große Probleme bei Nässe und bei deutlichen Reibwertssprüngen in Schräglage, so wie die bisherigen ABSe auch. D.h. man fliegt bei Bitumenstreifen genauso aus der Kurve. Den Kammschen Kreis kann man weder wegdiskutieren noch zuverlässig vorhersagen.
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